Das Immunsystem unserer Kanarien

Das Immunsystem ist eine wunderbare und faszinierende Einrichtung in allen Körpern und bedarf einer sehr intensiven Pflege. Wir sehen es bisher als selbstverständlich an , dass der Körper von Mensch und Tier erkennen kann was zu ihm gehört. Fremdkörper also auch nicht ungehindert eindringen lässt und es abwehrt . Es nutzt dem Körper Nahrung und Sauerstoff. Gifte, Bakterien und Viren schaden dem Körper und werden abgewehrt. Eigentlich macht man sich erst dann Gedanken über das Abwehrsystem, wenn eine Krankheit ausgebrochen ist und Mensch und Tier damit nicht fertig werden. Das Funktionieren des Immunsystem ist eben nicht selbstverständlich, dafür muss man etwas tun. 


Der Mensch macht es von sich aus. Der frei lebende Vogel ebenfalls. Für unsere im Käfig oder Volieren lebenden Kanarien sind wir Züchter oder Halter durch eine ausgewogene Ernährung verantwortlich.
Überall , auch bei uns in den Vogelstuben können urplötzlich Krankheiten 
auftreten . Die Wissenschaft wird sehr schnell einen Namen für die Krankheit finden. Wir aber kennen sie nicht und unsere bekannten Sulfonamiden und Antibiotika helfen nicht mehr. Erreger, häufig auch Viren , sind nicht bekannt weil sie bisher unbemerkt durch das Immunsystem vernichtet wurden. Der Mensch aber setzt unsere ,seine Umwelt voller Gifte. Dies gilt für die Luft als auch für den Boden . Um des 
Ertrages willen wird die Ackerfläche  chemisch behandelt. Heilpflanzen und Kräuter werden durch Spritzen vernichtet. Hinzu  kommt noch ,dass ständige Kuren der Züchter zu jeder Jahreszeit, insbesondere aber vor der Zucht. Krankheitsvorbeugend  soll es sein  ? In Wahrheit ist es eine Überdosierung von Medikamenten. Hierdurch wird aber nun das Immunsystem völlig zweckentfremdet und lahm gelegt. Mit normalen Situationen wird der Körper allein fertig . Um dieses zu erklären, stellen sie sich einmal vor ,dass ein fremdes Land  ein schwer bewaffnetes Herr ausschickt um uns zu vernichten . Seine Soldaten überschreiten unsere Landesgrenze. Diese feindlichen Soldaten nennen wir Antigene , sie sind Krankheitsbakterien  oder bestimmte Strukturen auf deren Oberfläche sie in den Vogelkörper eindringen um dort Krankheiten hervorzurufen.


Die Grenze, die sie überschreiten, sind das Federkleid, die Schützende Haut oder die Schleimhäute im Rachen. Was passiert nun weiter? Das überfallende Land hat an seiner Grenze und auch im inneren seine Grenzpolizei aufgestellt, die sofort melden , dass fremde Soldaten die Grenze überschritten haben ,das sie gefährlich sind  und vernichtet werden müssen, weil sie sonst alles zerstören würden . Diese Eindringlinge im Körper (Antigene, Krankheitserreger und  Bakterien )  werden nun von den körpereigenen Wächtern an ihrem Aussehen identifiziert. (0berflächenstruktur )  Sie werden Makrophagen oder auch Fresszellen genannt. Wir alle kennen sie auch unter dem Namen “ Weiße Blutkörperchen “ . Es gibt sie in vielfältiger Gestalt in allen Geweben des Körpers. Überall haben sie die gleiche Aufgabe, fremdes Material zu vernichten, es aufzulösen und ab zutransportieren . Dabei kann es passieren , dass die selbst ums Leben kommen und dann von anderen Fresszellen gefressen und  weg transportiert werden müssen. Es ist leicht zu verstehen , dass eine Übermacht der Feinde für den Körper gefährlich werden kann , wenn nicht genügend Fresszellen zur Verfügung stehen , oder aber diese Zellen bei einem Gegenangriff selbst vernichtet werden, der Körper aber nicht in der Lage ist ,  schnellstens neue Fresszellen heranzuzüchten. Diese Fresszellen bringen nun einige der eingedrungenen und eingefangenen Antigene zu einer anderen Gruppe von Helferzellen den Lymphozyten.


Eine Gruppe der Lymphozyten werden in der Umgebung von Antigenen regelrecht eingefangen damit sie schnell Antikörper bilden können, um mit der Krankheit fertig zu werden. Antikörper sind spezielle Eiweißverbindungen die sich mit den Antigenen verbinden um sie zu neutralisieren  und unschädlich zu machen. Danach werden sie von den  Fresszellen abtransportiert. Eine andere Gruppe der Lymphozyten hat die Aufgabe, sich das Aussehen der Antigene zu merken (Antigene = Krankheitskeime ) um später wenn wieder ein Angriff der gleichen Feinde erfolgt (erneute Infektion ) viel schneller reagieren kann. Diese Fähigkeit nennen wir dann resistent gegenüber der Krankheit. Man sollte nun auch noch wissen, wo die Fresszellen und Helferzellen gebildet werden. Die Fresszellen stammen aus dem Knochenmark, die Helferzellen, ihre Vorstufen und verschiedensten Ausformungen entstehen in der Thymusdrüse. Diese liegt am Hals entlang bis zur Kehle, die Bursa oberhalb der Kloake und kommt nur bei unseren Vögeln vor.

 


Bei diesen einleitenden Ausführungen sollte man es belassen und sich mit der Stärkung des Immunsystems durch eine ausgewogene Fütterung befassen.




Stärkung des Immunsystems

 


Es gibt viele Wege das Immunsystem zu stärken und zu pflegen. Für mich
ist das wohl wichtigste Immunorgan die Leber. Zu ihren Hauptaufgaben gehört es ,die Reste der Trümmer von abgebauten Körperzellen  die überaltert oder von Krankheiten befallen waren aufzufangen und abzuarbeiten. Das Gleiche gilt für vorbeischwimmenden Krankheitserregern. Das machen die Zellen die Kupfersche-Sternzellen genannt werden. Diese sind mit Armen ausgestattet, die in den Blutstrom 
hineinragen und Fremdkörper und giftige Moleküle ertasten, einfangen
und vernichten.


Genug der erklärenden Ausführungen und wenden wir uns der praktischen Seit zu.
Ich habe bewusst die Mariendistel an die erste Stelle  gesetzt weil sie ein vorzügliches pflanzliches Mittel zur Hilfe der Entgiftung der Leber ist.


Ich habe, wenn die Leber sehr angeschwollen und dunkel ist, schon regelrechte Kuren mit Mariendistel gemacht. Mit aller Vorsicht versteht sich denn dieses Oel ist sehr konzentriert.


Etwas, dass ich den Züchtern nicht vorenthalten möchte , ist das verfüttern von Blütenpollen. Für viele Züchter ist es inzwischen so etwas wie ein Geheimtipp geworden. Wer seine Vögel dazu bewegen kann, täglich  ein halbes Gramm aufzunehmen, hat den Bedarf an Grundstoffen  gedeckt. Es ist eben mehr als nur ein Zusatzfutter. Wer seine Vögel nur mit dem üblichen Körnerfutter versorgt, darf sich  über Ernährungsschäden oder unbefruchteten Gelegen nicht wundern . Wichtig ist aus welchen Regionen die Blütenpollen geerntet bzw. stammen. Es ist faszinierend die Analyse der Zusammenstellung der Inhaltsstoffe kennen zu lernen.


Es ergeben sich 20 verschiedene Aminosäuren (darunter auch die Essentiellen ) ,ferner die Vitamine A, D und E. Der gesamte B- Komplex sowie auch das Vitamin C. Die Aufstellung der Mineralien / Spurenelemente  ergeben: Bor, Chlor, Chrom, Eisen, Kalium, Kupfer, Magnesium, Mangan, Natrium, Phosphor, Schwefel, Silizium, Zink.


Darüber hinaus Enzyme u. Hormone die sich auf die Sexualität auswirken.
Außerdem Wachstumsstoffe und natürliches Antibiotika.
Diese Ausführungen sind nur auf die uns Züchtern wichtigsten Faktoren abgestimmt. Natürlich sollte zum Schutze des Immunsystems nicht auf Sämereien , Obst oder Grün verzichtet werden. Nur wer seine Vögel bewegen kann, Blütenpollen aufzunehmen, ist vielen Züchtern die berühmte Nasenlänge voraus.


Als weiteres enorm wirksames Hilfsmittel für eine ausreichende Ernährung ist das Kolsal oder Kolosstrum. Dies wird aus der ersten Milch der kalbenden Rindern hergestellt. Ich verwende es gern vor oder während der Zucht. Es ist ebenfalls in seiner Wirkung zur Unterstützung des Immunsystems sehr wirksam und hilft eine erfolgreiche Zucht zu betreiben. In diesem Sinne wünsche ich allen Züchtern den erhofften Erfolg.

 

 

Bekämpfung von Milben >Milbenbekämpfung Abschrift aus dem AZ - Forum vom 26.05.2011 Bekämpfung der Milben  Ich hatte bis vor kurzem auch fast das gleiche Problem wie du, Junge im Nest und starken Milbenbefall! Wusste auch nicht was ich machen soll, denn mit Chemie wollte ich ungern arbeiten ( Ivomec, Frontline, Bactazol habe ich alles ausprobiert)! Dann bekam ich einen super guten Tipp von einem Züchterfreund der diese Methode schon seit längerem anwendet und total zufrieden ist! Nämlich die besagten Raubmilben ( Dutchys ) von Refona! Ich hatte zuerst auch Zweifel, ob das etwas bringt, aber ich muss dir sagen ich bin total begeistert! Ich habe die Aussetzböxchen für die Dutchys an jeder zweiten Zuchtbox angehängt, nach zwei Tagen hat man schon die ersten Erfolge gesehen! Die Dutchys haben sich an die Nester die am schlimmsten betroffen waren wie ein Schutzschirm um das Nest gesetzt, so dass die Nester und meine Tiere jetzt so gut wie Milben frei sind! Vorher saßen sie immer unruhig auf dem Nest haben sich gekratzt und ständig geputzt, jetzt ist himmlische Ruhe!:-) Und das alles ohne Chemie oder das Tier total stressen zu müssen!Ich kann dir wirklich nur dazu raten, einmal die Dutchys von Refona auszuprobieren!

http://www.refona.de

Ich wünsche dir viel Erfolge bei der Bekämpfung dieser ,, Mistviecher"! durch Fressmilben.