Pilzerkrankungen

In einem normalen Körper eines jeden Lebewesen befinden sich immer Pilze und dessen Sporen, die sich bei einer intaktem Darmflora weiter vermehren und ausbreiten können. Die von den nützlichen guten Darmbakterien, wenn sie in den Darm gelangen verzehrt werden. Pilze und deren Sporen sind überall vorhanden und werden mit der Nahrung aufgenommen   Wie es zu einer Pilzinfektion kommen kann ist relativ einfach. Meistens geschieht dieses durch Antibiotikagaben. Diese Antibiotkas unterscheiden nicht ob es gute oder bösartige Pilze  oder Sporen sind, sie vernichten alles. So siedeln sich Pilze (Hefepilze ect.) in der Darmwand an und breiten sich dort aus. Sie sind in der Lage, ihr Gift auszuscheiden um sich der restlichen nützlichen zu entledigen. Dieses Gift, das sie absondern ist ein Antibiotikum.    

 

 

Hinzu kommt bei einer starken Besiedelung im Darm die anfallenden Abfall und Stoffwechselprodukte. Diese Mycotoxine belasten die Leber der Vögel. Unbehandelt und nicht erkannt kann es zu irreparabler Leber und Nervenfunktionsstörungen führen. Dieser Darmpilz ist in der Lage bei großem Stress durch Überbesatz, Ausstellungen und Zucht sich extrem schnell auszubreiten. Erneute Antibiotikagaben  die viele Züchter leider auch prophylaktisch verabreichen (was völlig unnötig ist )  wissen nicht, dass diese zu Nebenwirkungen und Resistenzbildungen der zu bekämpfenden Bakterien und Pilzen führen können.

 

Eine genaue Diagnose zu erstellen, ist sehr schwierig. Die Pilze können sich aus dem Darm bis hinauf in die Speiseröhre / Kropf bilden. Im Darmbereich ist er bei starkem Befall an der Haut im Kloakenbereich oder an der Schwellung  im Bauchbereich. Es kann hier zu Durchfällen kommen, aber auch zu Verstopfungen. Man sieht also, dass selbst für einen erfahrenen Vogelhalter eine genaue Diagnose fast unmöglich ist. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird dem Vogel nach einem TA Besuch  der unbedingt nötig ist Nystatin verordnet. Es sollte während des Behandlungszeitraumes auf Futtermittel, das Zucker enthält, abgesehen werden, da die Pilze sich in der Hauptsache davon ernähren. Wärme durch Rotlicht ist sehr hilfreich. Um eine ausreiche Versorgung durch Vitaminen  zu sichern,  bleiben diverse Grün und Futterpflanzen dem eigenen Garten bzw.ungespritzen Feldern und Wiesen. Von einem keimen des normalen Kanarienfutters würde ich absehen , denn hierfür gibt es im Handel spezielle Saaten. Natürlich ist die Gefahr durch falsches  "Keimen " und die Entstehung neuer Pilzherde wieder gegeben. Man kann diesem begegnen, indem man Propolistropfen dem Wasser beifügt. Auch hier wieder ist dem Trink und Badewasser 1 - 2 Tropfen Grapefruitkern - Extrakt auf 100 ml Wasser beizugeben.


Eine Kontrolluntersuchung nach Abschluss der Behandlung sollte vom TA durchgeführt