Trichonomaden

Trichonomaden sind eine sehr gefährliche und ansteckende Infektion. Der Erreger ist ein einzelliges Geißeltierchen, das sich aus eigenen Kräften fortbewegen kann. Sie sind winzig klein und mit dem bloßem Auge nicht wahrnehmbar.

 

Bei guter Versorgung und Haltung sind die Kanarien in der Regel davon weniger betroffen. Allerdings häufen sich in letzter Zeit Berichte und Fragen auch aus den Reihen der Kanarienzüchter. Die Trichonomaden leben bevorzugt im Schnabel und Rachenaum, sowie auch in der Speise und Luftröhre. Bei einem Verdacht ist ein Abstrich von den genannten Körperteilen durch einen TA. notwendig und mit guten Heilungschancen  versehen. Trichonimaden dringen in die Schleimhäute ein und schädigen umliegendes Gewebe. In den befallenden Bereichen bilden sich gelbliche Belege, die sehr stark riechen. Dieser Geruch der nach faulenden Fisch stinkt, ist sehr gut wahrnehmbar. Oft kommt es noch zu einem starken Befall von unterschiedlichen Bakterien. Kropfentzündungen sind nicht selten und der Vogel verweigert die Nahrungsaufnahme. Eine Erscheinung ist das Herauswürgen der Nahrung durch Kopfschleudern. Ein Abmagern und der schnelle Tod ist die Folge.

 

Eine Übertragung der Trichos geschieht durch gegenseitiges füttern der Alttiere und durch füttern der Jungvögel. Ein weiterer Weg ist durch Trink oder Badewasser möglich, in dem dieTrichonomaden 24-30 Stunden ohne weiteres überleben können. Wieder muss ich betonen, dass ein Vogel mit starkem Immunsystem leicht über längerem Zeitraum die Trichos in sich tragen kann ohne daran zu erkranken. Klar, dass ein solcher Vogel Träger der Parasiten sein kann. Oft sind Stresssituationen die Ursache, die zu einer Erkrankung der Vögel führen.

 

Wie schon erwähnt, muss der Nachweis der Trichos durch einen Abstrich  bzw. eine Probe des Kropfinhaltes erfolgen. Bei einem positiven Befund, muss der gesamte Bestand  mit einem Mittel " Ivomex oder Spartrix " behandelt werden. Dringend notwendig sind Desinfektionen der Futterutensilien sowie den Boxen. Hinweisen möchte ich nochmals auf die praktischen Bodenrosten. Ein abschließender weiterer Abstrich  durch den TA sollte die Behandlung abschließen, und  nochmals möchte ich vorbeugend auf  Grapefruitkern - Extrakt hinzuweisen.